Das Doping meines Lebens / Impuls

Eine Andacht, gehalten im Jungscharsport am 18.09.2007 (Tobias Dengler)

Vergangenen Sommer war wie immer die Tour de France. Dieses Jahr war es aber eine spezielle Tour. Denn die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender in Deutschland, also ARD und ZDF, haben ihre Berichterstattung während dieser Tour eingestellt. Warum das alles? Wegen Doping. Böse Zungen behaupten ja, dass sich sowieso alle Fahrer dopen. Meiner Meinung nach ist die Aussage nicht so ganz verkehrt. Denn wer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 30 km/h den Berg rauffährt, muss doch eigentlich gedopt sein.

Die Tour de France ist nur ein Bespiel für Doping im Sport. Andere Bespiele sind die Leichtathletik, Skilanglauf, usw. Eigentlich überall dort, wo es um Ausdauer geht, bringt Doping einen Vorteil. Daher wird da auch mehr oder weniger streng kontrolliert.

Unter Doping versteht man ja eigentlich, dass man sich einen Vorteil verschaffen will, den ein anderer am besten nicht hat. Das wird wohl am häufigsten im Leistungssport gemacht. Aber auch in anderen Bereichen ist mir dazu was eingefallen. Und zwar im Motorsport. Jetzt nicht, dass die ihre Motoren mit EPO betreiben. Sondern so, wie es in diesen Tagen auch in den Medien war, wie in der Formel 1. Es geht um McLaren und Ferrari. Die Silberpfeile sollen wohl bei den roten Flitzern abgeguckt haben. Jetzt muss McLaren einen Haufen Geld zahlen und kriegt alle Punkte in der Konstruktionswertung aberkannt. Ich finde, dass ist auch eine Art Doping.

Jetzt mal ganz ehrlich. Wer hat sich nicht schon mal auf die eine oder andere nicht ganz legale und faire Weise einen Vorteil verschafft? Zum Beispiel in der Schule beim Diktat oder bei sonst einer Arbeit abgeschrieben, oder dass jemand ganz bewusst gelogen hat, damit man was kriegt oder so.

Also ich hab mir auch schon auf so eine Weise einen Vorteil verschafft. Inzwischen weiß ich, dass das so nicht richtig war. Ich versuche, es nicht mehr zu machen. Aber ganz ehrlich, ich tu es immer noch und will’s auch gar nicht lassen.

Denn inzwischen ist mein Doping mein Glaube an Jesus Christus. Durch Ihn kann ich schwierige Bergetappen meines Lebens schaffen, die ich ohne Doping nie schaffen könnte. Jesus Christus gibt mir genug Kraft und Ausdauer für mein Leben. Auch wenn’s mal steil bergauf geht, oder es einen Sprint zu bewältigen gilt. Er ist immer bei mir und versorgt mich mit genug Kraft und Ausdauer. Ich finde, dass ist das beste Doping. Und ich scheue mich nicht, davon reichlich Gebrauch zu machen. Ich danke auch Gott dafür, dass er so ein guter Doping-Arzt ist. Ich habe erkannt, mit dem richtigen Doping kann man im Alltag besser bestehen und siegessicher durchs Leben gehn.

Ich wünsche mir, dass wir das gleiche Doping vom gleichen Doping-Arzt nehmen. Desweiteren wünsche ich mir, dass wir den gleichen Kampf kämpfen und gemeinsam durchs Leben gehn.

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