Licht des Lebens

Es war vor ein paar Jahren Heilig Abend. Ich komme gerade von einem Jugendgottesdienst. Er war sehr bewegend. Eigentlich eine coole Idee: Am Abend des Heiligen Abends ein Jugo zu veranstalten.
Ich denke noch über den Abend nach, als ich auf der Heimfahrt bin. Die Straßen waren ziemlich leer. Hin und wieder kam mir mal ein Auto entgegen. Plötzlich fuhr ich in ein Nebelfeld. Ich sah nicht mehr viel. Nicht mal die Straße vor mir. Man konnte eigentlich gar nix mehr erkennen, ob Fernlicht, ob Abblendlicht. Nur noch schätzen. Zum Glück hatte ich Nebenscheinwerfer. Aber der Nebel war so dicht, so dass selbst diese Schwierigkeiten hatten, den Nebel zu durchdringen. Also drosselte ich die Geschwindigkeit. Ich wusste ja nicht wer vor mir noch fährt oder wo die Straße aufhört.
Doch ich hatte kleine Anhaltspunkte. Und zwar blitze mir immer mal wieder ein Licht von dem Rand der Straße entgegen. Die so genannten „Pinguine“ (Straßen-Begrenzungs-Pfosten) reflektieren das Licht von meinen Scheinwerfer. So wusste ich wenigstens wo die Straße aufhörte.

Diese Lichter am Rande der Straße wurden mir zur Sicherheit und haben mich ins Nachdenken gebracht. Für mich ist Gott wie solche Lichter, wenn ich mal wieder im Nebel rumirre. Er hilft mir auf dem richtigen Weg zu bleiben und zeigt mir den Weg, wenn ich ihn nicht mehr finde oder davon abgekommen bin.
Jesus sagt in Johannes 8,12: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Ich finde diese Worte Jesus sehr wohltuend und richtig klasse.

Aber Jesus möchte nicht nur für uns ein Licht sein. Er möchte, dass auch wir solche Lichter für die Welt sind. Er möchte, dass wir das Licht, welches wir von Jesus bekommen haben, an die Welt weiter geben und anderen Menschen den rechten Weg zeigen und ihnen auf diesen helfen.
Denn es heißt in Matthäus 5,16: So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Dazu fällt mir ein Spiel aus der Jungschar ein. Alle stehen oder sitzen im Kreis. Einer entzündet ein Streichholz und sagt: Ich sehe ein Licht, ich habe ein Licht und ich gebe ein Licht weiter. Das Streichholz wird dann weitergegeben. So sollen wir es auch machen. Wir sollen das Licht Jesu an unseren Nächsten weitergeben. Bei dem Spiel geht das Streichholz irgendwann mal aus. Dieser Spieler ist dann ausgeschieden. Andres bei Jesus: Wir können unser Licht immer wieder bei ihm anzünden, wenn uns Ängste und Sorgen bedrängen, die unser Licht löschen wollen.

Ich wünsche Euch, dass ihr das Licht Gottes in eurem Leben sehen, es annehmen und weitergeben könnt. In Matthäus 5,14a heißt es: Ihr seid das Licht der Welt.
So denkt doch an Gottes Licht für Euer Leben, wenn Ihr in den Nebelfelder der Welt nicht mehr viel sehen könnt.

Gebet: Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege (Psalm 119,105). Herr, sei DU das Licht auf unseren Wegen und zeige uns, wo wir Lichter für die Welt sein können.

Tobias Dengler, tobias.dengler@cvjmsulz.de

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